Pressemitteilung zu den Hintergründen der antifaschistischen Demonstration am 26. Juni in Darmstadt

Am 26. Juni wird in Darmstadt eine Demonstration als Auftakt der Kampagne „Repression gegen Linke und Antifaschistische Strukturen stoppen!“ stattfinden. Die Auftaktkundgebung ist um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof. Anlass zu der Kampagne geben vor allem mehrere Hausdurchsuchungen und Strafverfahren gegen AntifaschistInnen, die im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung bei einem Fußballspiel des DJK/SSG Darmstadt gegen Eintracht Wald-Michelbach am 21.11.2009 stehen.

Wir möchten im Zuge der Kampagne den politischen Hintergrund dieses Vorfalls in den Vordergrund rücken. Dieser wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen oder sogar geleugnet. Im Darmstädter Echo vom 24. November 2009 hatten sich unbekannte AntifaschistInnen bereits zu der Aktion bekannt und deutlich gemacht, dass die Aktion einen antifaschistischen Hintergrund hatte. Auch auf einem Foto, welches sich in dem Fan-Forum ultras.ws findet, ist das Grüppchen deutlich mit einer schwarz-weiß-roten Reichsfahne zu sehen, wie sie heutzutage nur noch von Nazis genutzt wird


(Quelle: http://www.ultras.ws/djk-ssg-darmstadt---eintracht-wald-michelbach-211109-t6923-s16.html).

In einem Schreiben der Polizei an mehrere der Angeklagten, in dem ihnen die Begründung für die Ablehnung ihres Widerspruchs gegen die Speicherung der Daten der erkennungsdienstlichen Behandlung mitgeteilt wurde, wird dennoch geleugnet, dass es bei dieser Gruppe auch nur teilweise um Nazis gehandelt haben könnte. Begründet wird dies damit, dass die Vereinsfarben von Wald-Michelbach eben schwarz-weiß-rot seien. Das ist aber einfach nicht wahr, diese sind nur schwarz-rot (Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Eintracht_Wald-Michelbach).

Die Person ganz links auf dem Bild trägt zudem eine schwarze Fahne mit dem weißen Aufdruck „Odenwald“ in alt-deutscher Schrift. Dies mag unproblematisch wirken, es handelt sich jedoch um eine Fahne der so genannten „Freien Kräfte/Freien Kameradschaften“ und ein eindeutig rechtsradikales Symbol, welches auf jedem Naziaufmarsch zu sehen ist. Es ist also mehr als offenkundig, dass es sich hier um eine politische Auseinandersetzung gehandelt hat. Die Hausdurchsuchungen und Strafverfahren sind also eindeutige Angriffe gegen linke und antifaschistische Strukturen. Wir solidarisieren uns mit den von Repression getroffenen AntifaschistInnen und fordern die Einstellung der Strafverfahren!

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